OLE-Blog: Alles zum Thema Praktikum im Ausland

10.09.2007

Wetter Buenos Aires

Das Wetter in Buenos Aires ist derzeit eher durchwachsen. Eine gute Wetterkarte bietet zum Beispiel TV5.

Genauso gut können Sie natürlich auch "Wetter Buenos Aires" bei google eingeben. In jedem Fall lohnt es sich, über das Wetter in Buenos Aires informiert zu sei, um die richtigen Kleider mitzunehmen.

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27.08.2007

Deutsche Bank

„Die Deutsche Bank leitet in die Irre“, war mein erster Gedanke, als ich gestern (Sonntag, 26.08.2007) auf die Internetseite der Deutschen Bank ging. Die größte deutsche Bank wirbt auf Ihrer Hompage damit, daß sie bereits vor 120 Jahren eine Niederlassung in Buenos Aires eröffnete. Das mag sicher richtig sein. „Und wo eine Niederlassung der Deutschen Bank ist, wird wohl auch ein Deutsche Bank Geldautomat sein“, so meine Vermutung.

Die Homepage gibt dazu aber keinen Hinweis. Bei der weiteren mühseligen Recherche stieß ich auf das weltweite Niederlassungsverzeichnis der Deutschen Bank. Dem zu Folge gibt es zwei Niederlassungen in Buenos Aires. Aber keine von beiden verfügt über einen Geldautomaten.

Was sagt mir das als geneigter Kunde? Die lange Historie der Deutschen Bank nutzt mir nichts, wenn es keinen Geldautomaten gibt! Konsequenz? Wenn Sie Geld in Buenos Aires abheben möchten, gehen Sie nicht zur Deutschen Bank.

Tipps, wie man Geldangelegenheiten in Südamerika regeln kann, geben wir auch in unserem Blogtext vom 13.11.2006 unter dem Titel: „EC-Karte in Südamerika“.

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18.08.2007

Boca Juniors

Der Name Boca Juniors ist der Inbegriff für argentinischen Fußball. Der Traditionsclub ist im hauptstädtischen Stadteil La Boca beheimatet und bestreitet seine Heimspiele im legendären Stadion „La Bombonera“. Der wohl bekannteste Spieler in den Reihen der Boca Juniors war in den 80er und 90er Jahren Diego Armando Maradona. Vorläufiger Höhepunkt der Boca Juniors ist der Gewinn der südamerikanischen Champions League - dem Copa Libertadores – in diesem Jahr.

Über die offizielle Internetseite der Boca Juniors können auch Eintrittskarten für die Heimspiele gekauft werden.

http://www.bocajuniors.com.ar/

Weitere Informationen über die Boca Juniors und argentinischen Fußball gibt es hier:

http://www.futbolargentino.com.ar/
http://www.afa.org.ar/
http://www.bdfa.com.ar/equipos_pd.asp

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13.08.2007

Recoleta Friedhof

Der Recoleta Friedhof ist für viele argentinische Persönlichkeiten wie Evita Perón die letzte Ruhestätte. Aber der Recoleta Friedhof hat noch viele andere wunderbare Seiten, die der kurze Film schön in Szene setzt.



Zum Recoleta Friedhof haben wir schon zwei Artikel veröffentlicht:

www.ole-praktikumsboerse.de/.../recoleta-friedhof.html
www.ole-praktikumsboerse.de/.../recoleta-in-ba.html

Wer möchte kann den Recoleta Friedhof auch jeden Tag in der Zeit von 07:00 Uhr bis 17:45 Uhr besuchen. Führungen werden sonntags um 14:30 Uhr angeboten.

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20.07.2007

Clubs & Diskotheken in Buenos Aires

Was sind die hot-spots von Buenos Aires? In welcher Disko und Bar muß man in Buenos Aires gewesen sein? Welcher Club ist besonders angesagt? Hier ist schon mal eine kleine Auswahl. Jeder ist eingeladen, seine Lieblingsplätze einzutragen.

Mao Room
Niceto Vega 5635

Pacha
Av. Costanera Norte y Pampa

Museum y Asia de Cuba
Pierina Dealessi 750 - Madero Este - Buenos Aires
Infos unter:
http://www.badenoche.com/1_5_46_Asia-de-Cuba_1.html


club 69
Niceto Vega & Humboldt
http://www.club69.com.ar

Opera Bar
Cecilia Grierson 225, Puerto Madero

Club Museum
http://www.clubmuseum.com.ar/

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10.07.2007

Schnee in Buenos Aires

Nach 89 Jahren schneit es wieder einmal in Buenos Aires. Der Schnee in Buenos Aires diktiert auch die Überschriften in den lokalen Zeitungen. La Nacion titelt in seiner heutigen online-Ausgabe:

La Capital y gran parte del país, bajo nieve

Pasaron 89 años desde la última vez que la ciudad vivió el fenómeno; para los porteños fue una fiesta; también nevó en el conurbano y en varias provincias.

"Schnee in Buenos Aires" könnte auch die Überschrift des 1:33 Minuten langen Videos sein.

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26.06.2007

Argentinien: Mitten in Buenos Aires

Peter Burghardt von der Süddeutschen Zeitung berichtet in der Wochenendausgabe vom 23./24.06.2007 auf S. 12 von überraschenden Wetterbedingungen in Argentinien.

„Man wird es sich in tropischen Ländern wie Deutschland nicht vorstellen können, aber es gibt Gegenden auf dieser Welt, in denen ist Winter. Manche davon liegen in Südamerika. In Argentinien begann diese Saison „nach astronomischen Studien“, wie die Zeitung La Nacion meldet, am Donnerstag um 15.06 Uhr, und der Klimawandel macht sich dergestalt bemerkbar, dass es kälter ist als in den Jahren zuvor. In Buenos Aires war zuletzt tagelang das Gas knapp, weil Heizungsbesitzer ununterbrochen ihre Boiler befeuern. Das führte dazu, dass gasbetriebene Taxis stehenbleiben mussten und Staatspräsident Nestor Kirchner eine Energiekrise ins hoffentlich gut geheizte Haus steht. Am Grenzübergang bei Mendoza nach Chile steckten Lastwagen im Schneesturm fest. Aus dem schönen Patagonien werden beste Skibedingungen gemeldet.“

Wer nicht das Risiko eingehen möchte, in ein Taxi einzusteigen, daß unterwegs seinen Geist aufgibt, kann auf die U-Bahn in Buenos Aires umsteigen (genannt Subte, als Kurzform von Subterráneo = Unterirdische). Was es dort zu sehen und zu erleben gibt zeigt dieses Video. Viel Spaß auf einer ersten Reise durch den Untergrund.

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22.06.2007

Argentinien: Flug

Das Handelsblatt meldet in seiner Ausgabe vom 22.06.2007, daß Lufthansa ab dem 28. Oktober wieder einen Nonstop-Flug von Frankfurt nach Buenos Aires anbietet. Die Airline fliegt die argentinische Hauptstadt mit einer Boeing 747-400 fünfmal pro Woche (Mo, Mi, Fr, Sa, So) an. Abflugzeit ist in Frankfurt für 10.20 Uhr geplant, der Rückflug ist um 21.50 Uhr vorgesehen. Die Flugzeit beträgt 13:40 Stunden. Bislang war Buenos Aires nur mit Zwischenstopp zu erreichen: Über Sao Paulo, mit Air France über Paris, mit Iberia über Madrid oder mit Aerolineas Argentinas über Barcelona. Mit Zwischenstopp dauert der Flug rund 17 Stunden.

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04.06.2007

Argentinien: Präsident Kirchner

„Argentiniens Präsident nimmt lieber eine Energiekrise in Kauf, statt höhere Preise für Strom und Gas zuzulassen. Droht dem Land ein Rückfall ins wirtschaftliche Chaos?“ Dieser Frage widmet sich Anne Grüttner in der Handelsblattausgabe vom Montag, 4.Juni 2007 auf Seite 10.

Frau Grüttner kommt zu dem Ergebnis, „daß sich die Missstände noch nicht in den Zustimmungsraten für die Regierung Kirchner niederschlagen.“ Die anstehenden Präsidentschaftswahlen im Herbst könnten die Wählner aber nutzen, um Präsident Kirchner ihre Unzufriedenheit zum Ausdruck zu bringen.

Aus meiner Sicht ist es schon erstaunlich wie ein Land, das über so viele Bodenschätze verfügt derart mißgewirtschaftet werden kann. Das mag nicht allein die Schuld von Präsident Kirchner sein. Aber er trägt doch maßgeblichen Anteil daran.

Den Frust schreibt sich auch Eduardo van der Kooy von der argentinischen Zeitung Clarin von der Seele. In seinem Kommentar geht er auf die Energiekrise im Land ein, spricht von dem Leidensweg („calvario“) den die Hauptstädter beim täglichen Pendeln auf sich nehmen und bilanziert Präsident Kirchners Politik so:“La falta de gas fue producto de una decisión del gobierno de Kirchner apremiado por la crisis energética.“

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16.05.2007

Argentinien: Praktikum in einem Krankenhaus

Fortsetzung von Guido G.s Erlebnissen in Argentinien. In diesem Teil seines Berichtes schreibt er auch über seine Eindrücke von seinem Praktikum in einem Krankenhaus in Buenos Aires.


„Als wir schließlich um 10 Uhr des nächsten Tages im Bett lagen blieb uns noch eine ganze halbe Stunde Schlaf, bevor wir mit dem Bus nach Colonia fuhren, um dort die Fähre zurück zu nehmen. Alles in allem war unsere Reise wohl etwas kurz. Andererseits hätte es mich nicht besonders gereizt mehr zu sehen, es hat mir gereicht, hübsches kleines Land, aber nichts besonderes.

Die Woche drauf begann endlich mein Praktikum. Da im Krankenhaus schön öfters deutsche Praktikanten hospiziert haben, waren sie sehr überrascht einen Argentinier vor sich zu haben. Prompt bekam ich den Spitznamen “Alemán trucho” (gefälschter Deutscher). Aber sie haben sich sehr gefreut jemanden zu haben der sie aus der Routine holt und ich fühlte mich vom ersten Tag an pudelwohl bei ihnen. Ich wurde ziemlich bald allen Mitarbeitern des Krankenhauses als “el alemán” bekannt, “der Deutsche”. Sie waren alle sehr interessiert und ich musste viel über Deutschland erzählen und wie man sich als Argentinier dort fühlt, so schloss ich schnell Freundschaften mit etlichen Kollegen. Meine Arbeiten umfassten die Assistenz bei allen möglichen Schwesterntätigkeiten, Betten machen, Medikamente aufziehen, Sachen anreichen und mit den Schwestern erzählen, also ziemlich genau das Gleiche was man hier bei einem Krankenpflegepraktikum auch macht, nur dass die Atmosphäre in argentinischen Krankenhäusern sehr verschieden ist. Alles ist viel herzlicher, offener und die hierarchischen Strukturen wie man sie von deutschen Krankenhäusern kennt sind aufgeweichter, die Ärzte laufen nicht ständig mit dieser “Gott-in-weiss” Haltung durch die Gegend…“

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14.05.2007

Argentinien: Ausflug nach Punta del Este

Letzte Woche haben wir schon einen Teil von Guido G.s Erlebnissen in Buenos Aires veröffentlicht. Heute kommt die Fortsetzung:

„Am nächsten Tag gleich weiter nach Punta del Este. Da wir erst spät ankamen und dann auch noch viel Zeit mit dem Suchen einer Jugendherberge verging haben wir leider keinen einzigen Strand wirklich gesehen, gelohnt hat es sich trotzdem: Wir machten schnell Bekanntschaft mit fast allen Jugendherbergsbewohnern und gingen dann alle zusammen in eine Disko am Strand. Man muss sich die Jugendherbergen in Lateinamerika anders vorstellen als hier, zwar etwas runtergekommener, aber die Besucher bilden eine Gemeinschaft, man lernt sich schnell kennen, tauscht Emails aus und geht zusammen Party machen.. Auch die Party dort ist ein wenig anders als hier, alles ein paar Stunden nach hinten verschoben, um 4 Uhr waren wir am Eingang des Clubs, tantzen die ganze Nacht und konnten uns am Strand den Sonnenaufgang anschauen.“

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09.05.2007

Argentinien: Erlebnisbericht aus Buenos Aires

Wir haben Guido G. ein Krankenpflegepraktikum in einem Krankenhaus in Buenos Aires vermittelt und für eine Unterkunft im Zentrum der Stadt gesorgt. Hier schreibt er über seine Erlebnisse während seines Buenos Aires Aufenthalts.

„Am 17. Januar 2007 kam ich nach 24 stündiger Reise, über Madrid und Santiago de Chile, in meiner Geburtsstadt Buenos Aires an. Ich war 1,5 Jahre nicht mehr dort gewesen und sie empfing mich mit dem gewohnten Sonnenschein, der gewohnten Hektik und Unordnung und den gewohnten Gesichtern, da mich meine Verwandten am Flughafen abholten.

Die ersten 2 Wochen verbrachte ich damit mich mit den Mitarbeitern von OLE-Praktikumsbörse zu treffen, mein Zimmer zu besichtigen und die nötigen Papiere und Versicherung für mein Praktikum im Krankenhaus zusammenzukriegen. Als endlich alles erledigt war und wir als Praktikumsbeginn den 1.Februar festlegten konnte ich mich der Planung meines ersten Ausflugs widmen, mit einer Freundin aus Deutschland, die seit einem halben Jahr in Lateinamerika unterwegs war, hatten wir uns vorgenommen ein Wochenende in Uruguay zu verbringen und meinen Geburtstag am 28.Januar in Punta del Este, die Strandstadt schlechthin in Südamerika, zu feiern.

Schliesslich fuhren wir doch ziemlich planlos einfach mit dem Buquebus(die Fähre zwischen Buenos Aires und Uruguay) über den Rio de la Plata nach Colonia rüber und von dort direkt weiter nach Montevideo, die Hauptstadt von Uruguay. Montevideo ist eine hübsche Stadt, die starkt an Buenos Aires erinnert, nur viel kleiner, jedoch der selbe Architekturstil und die Menschen sind den Argentiniern doch ziemlich ähnlich. Die Nacht verbrachten wir in der billigsten Jugendherberge, wo wir Leute aus aller Welt trafen - Franzosen, Isrealis, Deutsche, Brasilianer, alle mit dem selben Ziel: Möglichst billig möglichst viel zu sehen und zu erleben.“

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26.03.2007

Argentinien: Verkehrsbericht aus Buenos Aires

Carl Moses schreibt in der FAZ vom 24.03.2007 auf Seite C4 authentisch über den mörderischen Verkehr in Buenos Aires.

Auf meiner Reise nach Buenos Aires im letzten Sommer fiel mir allerdings der Verkehr in der Stadt von Buenos Aires gar nicht so sehr auf. Große Städte bringen nun einmal auch viel Verkehr mit sich. Aber es war nun nicht der Verkehr in der Stadt, der mir rückblickend in Erinnerung blieb. Eher ist es das leckere Essen, an das ich gerne zurückdenke. Aber ich war auch in Buenos Aires, als es dort Winter war. Vielleicht spielt das ja eine Rolle. Und zum anderen habe ich die Stadt nicht als Autofahrer, sondern eher als Spaziergänger erlebt. Die zahlreichen Verkehrstoten warem trotzdem auch in dieser Zeit immer ein Thema und eine Schlagzeile in der lokalen Presse wert.

Carl Moses hat nun in seinem Artikel die Verkehrssituation sehr lebhaft beschrieben. „Argentinier vertrödeln gerne endlose Zeit im Café oder betrachten stundenlang das brutzelnde Fleisch auf ihrem Grill. Doch sobald sie am Steuer sitzen, wird um jede Minute und um jeden Meter gekämpft.“ Am Ende seines Artikels belegt der Autor, zu welch tragischen Ergebnissen dieses Verhalten führt. „Jeden Tag sterben in Argentinien 22 Menschen bei Unfällen, im Verhältnis zur Einwohnerzahl und Autobestand eine der höchsten Raten der Welt.“ Ich weiß zwar nicht, ob das Taxifahren sicherer ist, aber auch manchem Taxifahrer fließt Benzin durch das Blut.

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21.03.2007

„Colonia Dignidad“ – Aufbereitung einer qualvollen Kindheit

1961 gründete Paul Schäfer in dem südchilenischen Städtchen Parral die „Kolonie der Würde“. Klaus Schnellenkamp hat in seinem Buch „Geboren im Schatten der Angst“ die Erlebnisse seiner qualvollen Kindheit in der „Colonia Dignidad“ aufgeschrieben.

Eva Karnofsky stellt in der Süddeutschen Zeitung vom 05.03.2007 auf Seite 35 unter dem Titel „Martyrium in Chile“ das Buch von Klaus Schnellenkamp vor. Der Buchautor bestätigt, dass Paul Schäfer mindestens 26 Jungen sexuell missbraucht hat, nachdem er sie unter dem dem Vorwand einer guten Ausbildung in die Kolonie gelockt hatte. „Schnellenkamp musste arbeiten bis zum Umfallen – er wurde bis zur Bewusstlosigkeit verprügelt und ausgepeitscht, erlitt drei Schädeltraumata und eine –fraktur, die nicht behandelt wurden, sodass er ständig unter Migräne litt“, rezitiert Eva Karnofsky aus dem Buch von Schnellenkamp.

Erschienen ist das Buch von Klaus Schnellenkamp im Herbig Velag, München 2007 und kostet 20,50 Euro.

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12.02.2007

Argentinien: Handy in Argentinien anrufen

Wer von Deutschland aus jemanden auf dem Handy in Argentinien anrufen möchte, hat eine bestimmte Zahlrenreihenfolge zu wählen.

Argentinische Handys erreicht man innerhalb von Argentinien in aller Regel, wenn man die Ziffer 15 vorwählt. Wer aber vom Ausland aus ein Handy in Argentinien anwählen möchte, muss anstatt der 15 eine 9 setzen.

Da für Buenos Aires noch die 11 für die Stadt gewählt werden muß, lautet die korrekte Nummer deshalb:

(Billigvorwahl) 0054 9 11 xx xx xx xx.

Wer mehr über Handynutzung in Südamerika wissen möchte, empfehle ich meinen Beitrag dazu vom 20.09.2006.

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06.02.2007

Argentinien: Palermo ist ganz schön hip

Das Stadtviertel Palermo ist derzeit unter den jungen Leuten in Buenos Aires sehr beliebt. Angesagte Treffpunkte befinden sich am Plaza Cortázar und Plaza Campaña del Desierto.

Wer abends in einem trendigen Stadtviertel ausgehen möchte, ist in Palermo genau richtig. Mir persönlich gefielen besonders die Kneipen und Restaurants rund um den Plaza Campaña del Desierto an der Straßenecke Nicaragua und Amenia sehr gut. Am Plaza Cortázar, der auch unter dem Namen Serrano bekannt ist, befinden sich nette kleine Restaurants, wo man gemütlich kleinere Gerichte bestellen kann. Am besten erkundet man das Stadtviertel zu Fuß, da es nicht nur schöne Cafés in Palermo gibt, sondern auch unzählige Boutiquen mit Kleidern für jeden Geschmack.

Wer sich vorab schon mal über Palermo informieren möchte, dem sei der offizielle Internetauftritt der Stadt Buenos Aires empfohlen. Dort wird Ihnen auch eine kleine Tour durch Palermo samt Erklärungen vorgeschlagen.

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31.01.2007

Argentinien: Recoleta Friedhof in Buenos Aires

Auf dem Recoleta-Friedhof wurden bekannte argentinische Persönlichkeiten wie Evita Perón sowie andere Staatsmänner bestattet. Mit prächtigen Grabstätten verewigten sich hier wohlhabende Bürger und Politiker. Dem altehrwürdigen Stadtteil widmete ich einen Extra-Blog.

Normalerweise besuche ich auf meinen Reisen keine Friedhöfe, aber vom Recoleta-Friedhof erzählte man mir bereits auf meinen vorherigen Reisestationen. Anders als bei mir bekannten Friedhöfen reihen sich auf dem Recoleta zum Teil reichlich verzierte Mausoleen ganz dicht aneinander. Die kleinen Prachthäuser haben manchmal sogar Platz für einen Altar samt Gebetsstuhl.

Das bekannteste Mausoleum gehört der Familie Duarte, dort ist auch Evita Perón bestattet. Da das Mausoleum in einem Seitenteil des Friedhofs liegt, wäre es nicht so einfach zu finden, wenn nicht alle Besucher dorthin wollten. Rund um den Eingangsbereich sind zahlreiche Eisenplaketten aufgehängt, die Zeugnis darüber geben, welche Familienmitglieder dort bestattet sind. Anders als bei den meisten anderen Grabstätten ist die Duarte-Ruhestätte stets mit frischen Blumen geschmückt, den vielen Fans sei Dank.

Den Recoleta-Friedhof kann man jeden Tag in der Zeit von 07:00 Uhr bis 17:45 Uhr besuchen. Führungen werden sonntags um 14:30 Uhr angeboten.

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26.01.2007

Argentinien: Streit um eine Zellstofffabrik

In unserem Blog vom 04.12.2007 berichteten wir erstmals über den Streit zwischen Argentinien und Uruguay um eine Zellstofffabrik. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hat das letzte Wort.

Argentinien und Uruguay streiten um den Bau einer Zellstofffabrik in Uruguay. Die Bewohner der argentinischen Stadt Gualeguaychu, die direkt am Grenzfluss Rio Uruguay liegt, fürchten, daß die Zellulosegewinnung zu erheblichen Umweltschäden führen könnte. Im Handelsblatt vom Dienstag, 23.01.2007 schreibt Oliver Voss aus Seite 10 in seinem Artikel „Die Karnevalskönigin und der Papierkrieg“ dazu: „Was die Argentinier aufbringt: Zellulosegewinnung ist eine schmutzige Angelegenheit. Holz wird durch Sulfate zersetzt, und das vergiftete Abwasser könnte im Rio Uruguay landen. Durch Schwefelverbindungen, die in die Luft gelangen, stinkt es in der Nähe solcher Fabriken oft nach faulen Eiern.“

Uruguays Standpunkt ist, dass diese Fabrik von dem finnischen Unternehmen Botnia, die 1,1 Milliarden Dollar kostet „die größte Investition eines Unternehmens in der Geschichte Uruguays ist“, so Oliver Voss in seinem Artikel. Oliver Voss erklärt dazu im Handelblatt: „Das Bruttoinlandsprodukt von Uruguay belief sich 2005 auf gerade 33 Milliarden Dollar. Nach einer Studie der Weltbank könnte das Außenhandelsdefizit Uruguays durch die neue Anlage um über 20% sinken.“

Der Ausgang dieser Auseinandersetzung ist offen. Abzuwarten bleibt, wie der Internationale Gerichtshof in Den Haag darüber entscheiden wird.

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24.01.2007

Argentinien: La Recoleta in Buenos Aires

Das Stadtviertel La Recoleta mutet mit seinen eleganten Häuserfassaden sehr französisch an und versprüht Pariser Eleganz. Bekannt ist Recoleta auch für seinen Friedhof, der letzten Ruhestätte für viele argentinische Staatspräsidenten und berühmte Persönlichkeiten.

Recoleta ist das Wohnviertel des alteingesessenen Geldadels von Buenos Aires. Ähnlich wie das 8. oder 16. Arrondissement in Paris umweht auch Recoleta ein eigenes Flair. Teure Geschäfte locken mit edlen Auslagen ihre Kunden an. In der Straße R. M. Ortíz öffneten in jüngster Zeit zwar einige neumodische Bars, Kinosäle und Eisdielen, aber der mondäne Eindruck von Recoleta ist geblieben.

Die Stadt Buenos Aires informiert auf ihrer eigenen Internetseite über die Geschichte des Stadtviertels und hält einen Vorschlag für einen Spaziergang bereit. Mich persönlich faszinierte besonders der Friedhof von La Recoleta mit seinen prächtigen Mausoleen, dem ich deshalb einen eigenen Blog widme.

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17.01.2007

Argentinien: En efectivo!

Wer an der Supermarktkasse in Buenos Aires von der Kassiererin „¿en efectivo?“ gefragt wird, der sollte seinen Geldbeutel griffbereit haben.

Häufig sind es für Spanischanfänger die kleinen Fragen, die einen ganz schön in die Bredouille bringen können. Aus meiner Sicht ist die Frage „¿En efectivo?“ eine solche Frage. Mit „¿En efectivo?“ möchte man von Ihnen wissen, ob Sie in bar zahlen möchten oder nicht.

Sollten Sie einmal Geld mit Ihrer deutschen EC-Karte abheben wollen, ist das solange kein Problem, wie Ihre Karte das MAESTRO-Zeichen trägt. Was Sie beim Abheben im Ausland alles beachten sollten, habe ich in einem Extra-Blog im November 2007 zusammengefasst.

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10.01.2007

Argentinien: Avenida 9 de Julio

Die Avenida 9 de Julio in Buenos Aires gilt als die breiteste Straße der Welt. Sie ist 120 Meter breit und hat 18 Fahrspuren.

Über die Ausmaße der Avenida 9 de Julio in Buenos Aires gibt es unterschiedliche Angaben. Die NEON-Ausgabe vom 01/2007 verweist auf Seite 16 auf die oben genannten Zahlen. Die Internet-Enzyklopädie Wikipedia misst die Avenida 9 de Julio mit einer Breite von 140 Metern und 16 Fahrspuren.

Unabhängig davon, wie breit die Avenida 9 de Julio tatsächlich ist, habe ich noch keine bessere Beschreibung der Straße gefunden wie in dem Buch „Resturlaub“ von Tommy Jaud. In dem Kapitel „Buenas Aires“ schildert die Hauptfigur des Buches, Pitschi, seine Eindrücke mit den Worten: „Von der einen Seite bis zur anderen wäre genug Platz für ein Fußballfeld. Die Ampel auf der Gegenseite ist so weit entfernt, dass man nur mit Mühe erkennen kann, ob sie rot ist, grün oder kaputt. Die zwei winzigen Fußgängerinseln in der Mitte des Straßenmonsters wirken wie zwei Steine in einem reißenden Bach.“

Auf mich machte die Avenida 9 de Julio bei der ersten Überquerung einen ähnlichen Eindruck. Aber schon beim zweiten Mal war ich vor allen Dingen damit beschäftigt, möglichst sicher und schnell auf die nächste Verkehrsinsel zu kommen. Mittlerweile zeigen speziell dafür aufgestellte Ampeln den Fußgängern die Zeit an, die sie für die Überquerung der Avenida 9 de Julio haben. Das macht die Sache erheblich einfacher.

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29.12.2006

Argentinien: Wirtschaftliche Erholung

Vor fünf Jahren entbrannte in Buenos Aires beinahe ein Bürgerkrieg. Heute erlebt Argentinien einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung.

Unter der Überschrift „Unheimlicher Aufschwung“ veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung am Dienstag, 19.12.2006 auf Seite 9 einen Artikel von Peter Burghardt, der darin noch einmal die Geschehnisse in der heißen Vorweihnachtszeit 2001 in Buenos Aires schildert.

Peter Burghardt beschreibt eindrucksvoll wie damals das Land zahlungsfähig war und die Regierung Privatguthaben einfror, um die Kapitalflucht zu stoppen. „Seit dem Absturz wächst die Wirtschaft um durchschnittlich fast neun Prozent – das sind chinesische Verhältnisse und Spitzenswerte in Lateinamerika“, so der Autor über die gegenwärtige Entwicklung des Landes. „Ausländische Geschäftsleute und Touristen sind begeistert vom günstigen Wechselkurs; ein Euro ist vier Peso wert“ schreibt Peter Burghardt in seinem Artikel.

Die Erfahrung, dass gerade Restaurantbesuche sehr günstig sind kann ich von meiner letzten Reise nach Argentinien bestätigen. Insofern lohnt es sich für alle Argentinien-Interessierte ihr Vorhaben von einem Praktikum in Argentinien bald umzusetzen.

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25.12.2006

Argentinien: Pasta oder Carne?

Die argentinischen Spezialitäten widerspiegeln die unterschiedlichen Einwanderergruppen. Anhänger purer Fleischlust kommen genauso auf ihre Kosten wie Liebhaber der italienischen Küche. Platzreservierungen in den Restaurants sind ratsam.

Carne ist das spanische Wort für Fleisch, und wer ein typisch gegrilltes Stück Fleisch essen möchte, bestellt ein Asado. Gegrilltes trägt Namen wie etwa Asado de Tira (Rippen), Bife Costilla (T-Bone-Steak) oder Bife de Lomo (Filet). Das aromatischste und saftigste Stück ist das Bife de Chorizo, ein dickes Rumpsteak mit Fettrand. Meist wird das Fleisch cocido (durchgebraten) serviert, auf Wunsch aber auch a punto (medium) oder jugoso (saftig, blutig). Mir persönlich gefiel das Cabaña las Lilas in der Straße Alicia Moreau de Justo im Viertel Puerto Madero sehr gut, weil man dort ganz nach individuellem Geschmack frisch gegrilltes qualitatives Fleisch bestellen kann.

Die italienische Küche wird im Campo dei Fiori zelebriert. Die Küche des Restaurants ist dank großer Glasscheiben bestens einsehbar, der Platzservice ist hervorragend und die Preise sind sehr moderat. Dieses Restaurant steht stellvertretend für zahlreiche andere italienische Restaurants, die zum ausgezeichneten Ruf der Stadt in puncto italienischer Küche beitragen.

Die Frage nach Pasta oder Carne sollte sich im Idealfall daher nicht stellen. Am besten ist sowieso, beides zu genießen: Pasta und Carne.

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21.12.2006

Argentinien: Anspruch auf „Gute Luft“

Der Name Buenos Aires heißt wörtlich übersetzt „Gute Lüfte“. Angesichts des Verkehrs und der Autoabgase verdient die Stadt nicht immer diesen Namen.

Vor allem in den argentinischen Sommermonaten hängt über der Stadt eine dicke Smogwolke, die trotz der Nähe zum Meer nur selten wegzieht. Aus diesem Grund haben die argentinischen Wintermonate ihren ganz besonderen Reiz. Die Temperaturen liegen dann zwar tagsüber nur um die 15 Grad, aber die Stadt versprüht einen speziellen Charme, wenn trotz der Kälte die Sonne scheint und die Bewohner die sonst seltene klare Luft genießen können.

Die Stadt verdankt allerdings historisch betrachtet ihren Namen auch nicht der guten Luft, sondern der „Heiligen Jungfrau des guten Windes“. Der Stadtgründer Don Pedro de Mendoza dankte 1536 „Nuestra Señora del Buen Ayre“ dafür, dass sie ihm und seinen Begleitern günstige Winde geschickt hatte, die ihn bis ans Ufer des Río de la Plata trugen.

Wer also nach Buenos Aires reist in der Erwartung, eine Stadt mit einer besonders klaren Atmosphäre und wenig Schadstoffbelastung zu besuchen, der liegt leider falsch.

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07.12.2006

Argentinien: Praktikum in Buenos Aires

Seit diesem Sommer bietet die OLE-Praktikumsbörse auch Praktikumsstellen in Buenos Aires an. Kulturinteressierte Studenten und angehende Mediziner können jederzeit mit einem Praktikum in Buenos Aires beginnen.

Buenos Aires ist die Kulturhauptstadt Südamerikas. Inspiriert von der Kreativität, die von der Stadt ausgeht, bieten wir seit diesem Sommer allen Kulturbegeisterten jederzeit Praktikumsstellen in Museen, Ateliers und Galerien an. Auch angehende Medziner können ihre Famulatur in einem Krankenhaus in Buenos Aires absolvieren.

Da wir unsere Praktikumsangebote ständig erweitern, bitten wir Sie darum, uns zu kontaktieren, falls Ihr Wunschpraktikum nicht dabei ist. Wir streben danach, allen Interessenten einen Praktikumsaufenthalt in Buenos Aires zu ermöglichen, unabhängig vom Studiengang.

Deshalb empfehlen wir allen, die ein Praktium in Buenos Aires absolvieren möchten, sich etwa 3 -4 Monate vor dem geplanten Praktikumsstart bei uns zu melden, damit wir Sie bei Ihren Planungen unterstützen können.

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04.12.2006

Argentinien: Streit am Río Uruguay

Im Wirtschaftsteil der FAZ vom Samstag, 25.11.2006 wird auf Seite 16 unter dem Titel „Papierkrieg zwischen Argentinien und Uruguay spitzt sich zu“ der Konflikt zwischen den beiden Nachbarländern um die Ansiedlung einer Zellstofffabrik umfassend beschrieben. Der Kern der Auseinandersetzung besteht darin, dass Argentinien die Verwirklichung des größten privaten Investitionsvorhaben der Geschichte Uruguays um jeden Preis verhindern möchte, da es dadurch sowohl die Umwelt wie auch den Touristiksektor beeinträchtigt sieht. Uruguay hingegen verspricht sich von dem 1,2 Milliarden-Dollar- Vorhaben einen nachhaltigen Aufschwung seiner Baubranche und langfristig die Schaffung und Sicherung von zahlreichen Arbeitsplätzen.

Da die Fronten zwischen den beiden Ländern verhärtet sind, versucht mittlerweile der spanische König Juan Carlos zwischen den Nachbarn zu vermitteln. Eine Einigung der beiden Länder ist nicht zu erkennen, weshalb der Ausgang dieses Streites auch noch für lange Zeit ungewiss bleiben dürfte.

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30.11.2006

Argentinien: Telefonvorwahl von Argentininen

Die Vorwahl von Argentinien lautet 0054. Die Vorwahl von Buenos Aires ist die 011. Jetzt müssen Sie die Zahlen nur noch richtig zusammensetzen.

Wer von Deutschland aus nach Argentinien telefonieren möchte, sollte sich vorher auf der Inernetseite www.billiger-telefonieren.de nach den aktuell preiswertesten Billigvorwahlen informieren. Bereits für wenige Cent pro Minute kann man auf diese Weise stundenlang günstig über den Atlantik telefonieren. Wenn Sie eine Billigvorwahl nutzen und jemanden von Deutschland aus in Buenos Aires anrufen möchten, könnte die Rufnummer zusammengesetzt beispielsweise so aussehen:

01056 0054 11 - 8888-9999
Billigvorwahl, Landesvorwahl, Stadt, Empfänger

Viel Spaß beim Telefonieren!

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29.11.2006

Argentinien: Mit dem „Löwen“ vom Flughafen ins Zentrum von Buenos Aires

Mit dem Busunternehmen Manuel Tienda León kommt man schnell, günstig und unkompliziert vom Flughafen in die Stadt.

Nach einem anstrengenden Flug möchte ich in aller Regel nach der Landung schnell zu meiner Unterkunft, um mich erst einmal ausruhen zu können. Dies wollen wir auch unseren Teilnehmern ermöglichen und holen sie deshalb am Flughafen ab, damit sie bereits mit einem guten Gefühl in ihrer neuen Umgebung ankommen. Sie müssen sich also nicht mit der Frage beschäftigen, wie man am besten vom Flughafen in die Stadt gelangen.

Wer allerdings in Buenos Aires nach der Ankunft auf sich allein gestellt ist, dem empfehle ich das Busunternehmen Manuel Tienda León. Von morgens um 06:00 Uhr bis nachts um 2:15 Uhr verbindet der „fahrende Löwe“ den internationalen Flughafen mit der Stadt. Die Busse fahren alle 30 Minuten zu ihrer städtischen Haltestelle in der Avenida E. Madero 1299 an der Kreuzung zur Straße San Martín, die in unmittelbarer Nähe zum Retiro-Bahnhof und dem Sheraton Hotel liegt. Von dort aus geht es dann mit kleinen Bussen weiter zur Zieladresse.

Da die Preise für die Busfahrt je nach Uhrzeit unterschiedlich sein können, lohnt sich ein Blick auf die Internetseite von Manuel Tienda León unter www.tiendaleon.com. Telefonisch kann man das Busunternehmen unter der Nummer 0054 – 11 – 4315 – 5115 erreichen.

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28.11.2006

Argentinien: Volle Restaurants um Mitternacht

Anders als in Deutschland ist es in Buenos Aires nicht außergewöhnlich, um Mitternacht in ein Restaurant essen zu gehen.

Klasse! In Buenos Aires bekam ich eines Abends gegen 23:30 Uhr richtig Appetit auf ein leckeres Nudelgericht. Ganz in der Nähe von meiner Unterkunft kannte ich ein hervorragendes Restaurant, also machte ich mich auf den Weg und hoffte, dort noch etwas zu essen abzubekommen. Als ich mich aber dem besagten Restaurant näherte, traute ich meinen Augen kaum, weil dort eine Schlange von Leuten geduldig vor dem Restaurant anstand, um eingelassen zu werden. Weil ich nun einmal hungrig war, wartete ich also eine halbe Stunde, bevor ich mich den kulinarischen Genüssen hingeben konnte. Gegen 1 Uhr, als ich das Restaurant verließ, kamen immer noch Leute, die freundlich am Eingang empfangen wurden.

Dieses Schauspiel ereignete sich wohlgemerkt nicht am Wochenende, sondern an einem ganz normalen Donnerstagabend. Dass man auch noch so spät essen gehen kann, finde ich klasse – gerade lange Arbeits- oder Urlaubstage kann man dadurch bei einem Glas Wein und einem kleinen Gericht stimmungsvoll ausklingen lassen.

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27.11.2006

Argentinien: Architektur in Buenos Aires

Die Architektur in Buenos Aires ist ein Abbild der gegenwärtigen gesellschaftlichen Situation Argentiniens. Einst Südamerikas kosmopolitsches Aushängeschild schlitterte die Stadt Anfang des Jahrtausends in eine Krise und findet erst nach und nach wieder zu altem Glanz zurück – auch dank moderner Architektur.

Ohne Zweifel ist die Architektur in Buenos Aires stark von dem Pariser Bauherrn Hausmann inspiriert, der in der französischen Hauptstadt extra Häuser abreißen ließ, damit seine Boulvards größer und prachtvoller wirken sollten. Der Boulvard 9 de Julio in Buenos Aires ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Architektur in Buenos Aires dem französischen Baustil ähnelt.

Auch die zahlreichen Stadtpaläste in San Telmo könnten genauso gut in Paris stehen. Stellenweise tat es mir allerdings richtig weh, zu sehen, in welch schlechtem Zustand manche dieser geschichtsträchtigen Häuser sind. Hier zeigt sich die Wirtschaftskrise – für notwendige Restaurierungen war lange Zeit schlichtweg nicht genügend Geld vorhanden. Dafür hat Buenos Aires im Hafengebiet in den letzten Jahren neue architektonische Akzente gesetzt. Die modernen Gebäude gefallen durch schlichte Eleganz und setzen einen gelungenen Kontrast zum nahe gelegenen Viertel San Telmo.

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14.11.2006

Argentinien: Hundeausführer in Buenos Aires

Wer keine Zeit hat, selbst seinen Hund Gassi zu führen, engagiert professionelle Hundeausführer. Zu diesem Job braucht man Kraft, Übersicht und Autorität.

Bislang hielt ich professionelle Hundeausführer für eine New Yorker Spezialität. 1999 sah ich sie zum ersten Mal auf dem Weg zum Central Park, wie sie mit bis zu 10 Hunden im Schlepptau für die tägliche Bewegung der Vierbeiner sorgten. Seitdem war ich nicht mehr in New York, und auch in keiner anderen Stadt konnte ich die ungewöhnliche Szene beobachten, wie Hundeausführer versuchen, eine Hundemeute in eine Richtung zu lotsen.

Das änderte sich aber in Buenos Aires. Bereits auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt begegneten sie mir wieder: Hundesausführer, die wie ein Schneepflug im Winter mit ihren Hunden vornweg sich ihren Weg durch Fußgänger und Verkehr zum nächsten Park bahnen.

Ganz aktuell hat auch Peter Burghardt in der Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung vom 11. November 2006 auf Seite 13 über die Hundeausführer berichtet. Er meint, dass „eine ausführliche Runde mit 20 Leinen durch Parks und Avenidas Dribbelstärke, Gefühl für Rhythmus und pädagogisches Verständnis für Neurosen, deren Ursachen eventuell in der Hundekindheit, qualmenden Bussen oder dem Über-Ich des Besitzers verborgen liegen, verlangt.“

Meiner Einschätzung nach benötigt dieser Job aber noch eine Reihe weiterer Voraussetzungen, nämlich vor allem Kraft, Übersicht und natürliche Autorität, um ein Rudel fremder Hunde sicher durch die Stadt zu führen.

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27.10.2006

Argentinien: Der Kiosk als Mitternachtstreff

Wer kennt nicht die Situation? Man sitzt zusammen mit Freunden, es ist gesellig und lustig und das Bier und der Wein schmeckt mal wieder richtig gut – bis alles ausgetrunken ist. Und dann?

In Deutschland führt in solchen Situationen der Weg automatisch zur Tankstelle. Kein anderes Geschäft hat nach 20 Uhr geöffnet. Glücklich kann sich schätzen, wer in der Nähe einer Tankstelle wohnt und schnell für flüssigen Nachschub sorgen kann, bevor die Stimmung kippt und man leider zugeben muß, zu knapp am Bier oder Wein kalkuliert zu haben.

Anders in Buenos Aires. Dort hatte ich das Gefühl, dass es in jeder Straße einen Kiosk, auf spanisch "Quiosco" gibt. Auf häufig kleinstem Raum kann man sich dort bequem mit allem wichtigen versorgen. Dazu zählt das partynotwendige eisgekühlte Bier, aber nicht selten wird auch alles mögliche vom Käse bis zu Toilettenpaier, Rasierklingen, Chips und Waschmittel verkauft.

Insider sagen, dass die Popularität eines Wohnviertels auch sehr stark von der Anzahl der Quioscos abhänge. Wenn das stimmt, dann sei jedem das Montserrat-Viertel ans Herz gelegt. Außerdem dienen die Quioscos auch als Nachbarschaftstreff. Man trifft dort immer die gleichen Menschen. Morgens den Mann mit dem Schlapphut, der sich seine Zigaretten kauft und abends kommen die Jungs aus der Nachbarschaft zusammen, um im Laden Musik zu hören.

Als „Neuer“ fiel ich den anderen schnell auf, kam ins Gespräch mit dem Ladeninhaber und den „locals“ und war fortan im Kreis „meines Quiosco“ herzlich willkommen.

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25.10.2006

Argentinien: Taxi fahren in Buenos Aires

„De donde eres?“ - „De Alemania“ - „Ah Schumacher“. So begann für mich für fast jede Taxifahrt in Buenos Aires. Nur anfangs erzählte ich, daß mein Nachname Schuhmacher ist.

Es ist 8 Uhr in Buenos Aires. Rushhour! Geschickt konnte ich gerade noch einen Businessmann davon abhalten sich am Bürgersteig in eine bessere Position zu bringen, um in das anhaltende Taxi einzusteigen. Ich habe es eilig und bitte den Taxifahrer auf dem schnellsten Weg zur angegebenen Adresse zu fahren. Mit den Gedanken ausreichenden Puffer bis zum anvisierten Termin zu haben, lasse ich mich in den ausgebeulten Rücksitz gleiten.

Der Blick des Taxfahrers in den Rückspiegel verrät mir, daß er mich gleich fragen wird woher ich denn komme. „De donde eres?“, fragt mich der Taxifahrer wie erwartet. Ich antworte ihm, daß ich aus Deutschland komme und sehe wie seine Stirn sich in Falten legt. Bestimmt bin ich an einen Fußballfanatiker geraten, der mir gleich erzählen wird in welches Tal der Tränen Deutschland Argentinien während der Fußball WM gestoßen hat oder er spricht mich wie wohl jeder Taxifahrer dieser Welt auf Michael Schumacher an. So war es dann auch.

Wir unterhalten uns also eine Weile über Michael Schumacher bis das Gespräch ein wenig abebbt, weil wir uns beide über seine hervorragenden Fähigkeiten einig sind. „Como te llamas“ will er von mir wissen. Ich antworte ihm, daß ich Dirk heiße. „Señor Dirk“ bald sind wir am Ziel ruft er von vorne. Ich hake ein und sage ihm, daß mein Vorname Dirk ist, mein Nachname aber Schuhmacher.

Verdutzt schaut er in den Rückspiegel und will wissen, ob ich Michaels Bruder bin. Nein bin ich nicht, wir haben nur den gleichen Nachnamen. Und streng genommen klingt der Nachname Michaels und meiner nur gleich, IST aber nicht gleich, weil mein Nachname mit „h“ geschrieben wird. Da ich die Frage, ob ich denn Michaels Bruder, Cousin oder sonstiger Verwandte von ihm bin, wegen fehlender äußerlicher Ähnlichkeiten für völlig abwegig halte, reagiere ich auch schon mal recht ungehalten. Dieses Mal aber nicht, denn genau in diesem Moment erreichten wir unser Ziel.

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