OLE-Blog: Alles zum Thema Praktikum im Ausland

28.03.2007

Ecuador: Rückmeldung einer ehemaligen Teilnehmerin

Iris S. gehörte zu den ersten OLE-Teilnehmerinnen, die in Ecuador ein Praktikum absolvierte. Vor ein paar Tagen erhielten wir von ihr eine Email mit dem folgenden Inhalt.

„Hallo Dirk, falls Du Dich an mich erinnern kannst, wirst Du vermutlich erstaunt sein, von mir ein mail aus Ecuador zu bekommen. Ihr habt mir vor ca. 3 Jahren eine Praktikumsstelle in Macas vermittelt. Leider habe ich Dir nie einen Praktikumsbericht geschickt, da etwas Unvermutetes dazwischenkam: Ich bin in Ecuador geblieben und studiere hier nun seit 2 1/2 Jahren Tourismus. Die Gründe dafür sind zu viele, um sie aufzuzählen, aber Fakt ist, dass ich es nicht bereut habe. Vielen Dank also für die Vermittlung eines neuen Lebens ;-))“

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27.03.2007

Chile: Erfahrungsbericht - 2. Teil

Zur Zeit ist unsere Teilnehmerin Henrike P. in Santiago de Chile. Wir haben für Henrike die Unterkunft organisiert und sie bei unserer Partnersprachschule, dem Goethe Institut, angemeldet. Hier berichtet sie über ihre Erlebnisse. Wenn Sie sich direkt an Henrike P. wenden möchten, schreiben Sie uns, damit wir Ihr Anliegen an Henrike weiterleiten können.

„Santiago ist eine tolle Stadt. Es ist wahnsinnig sauber und es gibt tolle Ecken zu entdecken. Der Plaza de Armas, der Vega Central, Aussichtspunkte und viele kleine Laeden. Man muss sich ein bisschen umsehen und sich Zeit nehmen. Mit der Metro lässt sich jeder Ort gut erreichen, allerdings sind die Züge zu den Stosszeiten total überlastet, so dass man manchmal bis zu 3 Züge fahren lassen muss, da man nicht mehr hinein passt, was aber kein Problem ist, da sie im 5-Minuten-Takt fahren. Auch Bus fahren ist ein absolutes Abenteuer. Fahrplaene gibt es keine und explizite Haltestellen muss man suchen, aber so eine Fahrt muss man zumindest ein mal mitgemacht haben. Ist wirklich spannend, da ich nicht weiss, nach welchen Regeln sich der Strassenverkehr hier bewegt. Nun bin ich schon 1,5 Wochen hier und die Tage vergehen wie im Flug. Ich unternehme jeden Tag etwas oder treffe mich mit den Leuten aus meiner Klasse im Goethe Institut.“

1. Teil ihres Erfahrungsberichts: 23.03.2007

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26.03.2007

Argentinien: Verkehrsbericht aus Buenos Aires

Carl Moses schreibt in der FAZ vom 24.03.2007 auf Seite C4 authentisch über den mörderischen Verkehr in Buenos Aires.

Auf meiner Reise nach Buenos Aires im letzten Sommer fiel mir allerdings der Verkehr in der Stadt von Buenos Aires gar nicht so sehr auf. Große Städte bringen nun einmal auch viel Verkehr mit sich. Aber es war nun nicht der Verkehr in der Stadt, der mir rückblickend in Erinnerung blieb. Eher ist es das leckere Essen, an das ich gerne zurückdenke. Aber ich war auch in Buenos Aires, als es dort Winter war. Vielleicht spielt das ja eine Rolle. Und zum anderen habe ich die Stadt nicht als Autofahrer, sondern eher als Spaziergänger erlebt. Die zahlreichen Verkehrstoten warem trotzdem auch in dieser Zeit immer ein Thema und eine Schlagzeile in der lokalen Presse wert.

Carl Moses hat nun in seinem Artikel die Verkehrssituation sehr lebhaft beschrieben. „Argentinier vertrödeln gerne endlose Zeit im Café oder betrachten stundenlang das brutzelnde Fleisch auf ihrem Grill. Doch sobald sie am Steuer sitzen, wird um jede Minute und um jeden Meter gekämpft.“ Am Ende seines Artikels belegt der Autor, zu welch tragischen Ergebnissen dieses Verhalten führt. „Jeden Tag sterben in Argentinien 22 Menschen bei Unfällen, im Verhältnis zur Einwohnerzahl und Autobestand eine der höchsten Raten der Welt.“ Ich weiß zwar nicht, ob das Taxifahren sicherer ist, aber auch manchem Taxifahrer fließt Benzin durch das Blut.

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23.03.2007

Chile - Erfahrungsbericht

Zur Zeit ist unsere Teilnehmerin Henrike P. in Santiago de Chile. Wir haben für Henrike die Unterkunft organisiert und Sie bei unserer Partnersprachschule, dem Goethe Institut, angemeldet. Hier berichtet Sie über Ihre Erlebnisse. Wenn Sie sich direkt an Henrike P. wenden möchten, schreiben Sie uns, damit wir Ihr Anliegen an Henrike weiterleiten können.

Bisher lief alles wunderbar, bis auf den kleinen Zwischenfall in Atlanta. Mein Flug war überbucht und ich musste um einen Sitzplatz im Flugzeug kämpfen, ansonsten hätte ich eine ungemütliche Nacht auf dem Flughafen verbracht. Aber zum Glück ist alles gut gegangen. Hier in Santiago am Flughafen war Paola (Anmerk. der Redaktion: Paola ist OLE-Mitarbeiterin in Santiago) dann auch direkt zur Stelle. Dort standen so viele Menschen, dass ich das OLE-Schild niemals gesehen hätte, aber Paola hat mich zum Glück erkannt. Sie hat mich direkt in mein "neues Zuhause gebracht". Nach 20 Stunden Flug und einer Dusche wurde ich dann gleich mit auf die Hochzeit ihrer Schwester genommen. Das war ein erstes grandioses Erlebnis. Hier sprechen mehr Leute Englisch, als ich dachte, deshalb ist das mit der Verständigung, besonders in der Gastfamile, kein Problem. Ich habe hier ein schönes eigenes Zimmer mit Bad. Alle sind unglaublich nett und gastfreundlich und helfen mir, wo sie können. Ich fühle mich schon fast wie zu Hause.

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22.03.2007

China: Geldautomaten in Shanghai

Shanghai ist eine moderne Stadt. Das bedeutet, dass Sie an den Geldautomaten fast jeder Bank problemlos sowohl mit Kreditkarte wie auch mit EC-Karte (Maestro) chinesische Yuan abheben können.

Dominierende Bank in Shanghai ist die Bank of China, die Sie praktisch überall finden können. Je nach den Bestimmungen Ihrer Bank kostet das Abheben einige Euro pro Abbuchung. Die genauen Kosten kann Ihnen Ihre Bank in Deutschland nennen. Schwieriger wird es mit dem Geldabheben, wenn Sie mittlere bis kleine Ortschaften besuchen. Falls Sie abgeschiedene Regionen bereisen, sollten Sie deshalb immer einen ausreichenden Geldbetrag chinesischer Währung in bar bei sich führen. Für das Wechseln von Travellercheques und Bargeld ist ein Reisepass nötig. Außerdem wird für das Einlösen von Travellercheques meistens eine Gebühr (etwa 2,50 Euro) verlangt.

Ich empfehle, etwas Bargeld in Euro für den Anfang mitzubringen sowie eine Kredit- oder EC-Karte für den Alltag. Travellercheques sind eigentlich nur als sichere Reserve nötig.
Da der Wechselkurs von Euro in Yuan vorteilhafter ist als von US-Dollar in Yuan, ist es günstiger, sich sowohl bei Bargeld als auch bei Travellercheques für Euro zu entscheiden.
Geld kann bereits bei der Ankunft am Flughafen von Shanghai gewechselt werden. Da die Wechselkurse in Deutschland meistens ungünstiger sind als in China, empfehle ich, in Deutschland nur einen kleinen Betrag in Yuan umzutauschen.

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21.03.2007

„Colonia Dignidad“ – Aufbereitung einer qualvollen Kindheit

1961 gründete Paul Schäfer in dem südchilenischen Städtchen Parral die „Kolonie der Würde“. Klaus Schnellenkamp hat in seinem Buch „Geboren im Schatten der Angst“ die Erlebnisse seiner qualvollen Kindheit in der „Colonia Dignidad“ aufgeschrieben.

Eva Karnofsky stellt in der Süddeutschen Zeitung vom 05.03.2007 auf Seite 35 unter dem Titel „Martyrium in Chile“ das Buch von Klaus Schnellenkamp vor. Der Buchautor bestätigt, dass Paul Schäfer mindestens 26 Jungen sexuell missbraucht hat, nachdem er sie unter dem dem Vorwand einer guten Ausbildung in die Kolonie gelockt hatte. „Schnellenkamp musste arbeiten bis zum Umfallen – er wurde bis zur Bewusstlosigkeit verprügelt und ausgepeitscht, erlitt drei Schädeltraumata und eine –fraktur, die nicht behandelt wurden, sodass er ständig unter Migräne litt“, rezitiert Eva Karnofsky aus dem Buch von Schnellenkamp.

Erschienen ist das Buch von Klaus Schnellenkamp im Herbig Velag, München 2007 und kostet 20,50 Euro.

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