OLE-Blog: Alles zum Thema Praktikum im Ausland

31.10.2006

Chile: Gezeiten in der Metro

Pech für den, der unwissend während der rush hour mit der U-Bahn durch Santiago fährt. Die peinliche Situation ist vorprogrammiert.

Eine lange Schlange vor dem Kassenhäuschen, eine lange Schlange vor dem Drehkreuz. Immerhin erspare ich mir das Warten vor der Kasse, denke ich mir noch in der Gewissheit, am Vortag gegen 11 Uhr ein zusätzliches Ticket gekauft zu haben. In der sicheren Erwartung, gleich am Bahnsteig zu stehen schiebe ich meine Metrokarte in den dafür vorgesehenen Schlitz. Aber das Drehkreuz verweigert seinen Dienst, ein rote Lampe leuchtet hell auf. Peinlich berührt schaue ich vorsichtig hinter mich. Ich schiebe das Ticket nochmal rein, merke wie die Leute anfangen zu tuscheln, während gleichzeitig mein Metroticket wieder ausgespuckt wird. Vielleicht habe ich es ja nur verkehrt herum reingeschoben. Ich nehme es also noch einmal in meine Hand, achte darauf, daß der Pfeil in die korrekte Richtung zeigt und hinein damit. Mit einer Vorwärtsbewegung drücke ich mit meinem ganzen Gewicht gegen das Drehkreuz. Vergebens. Wieder spuckt das Gerät meine Karte aus. Wie kann das denn sein, frage ich mich. Das Ticket habe ich doch gestern erst gekauft.

Irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen. Ich nehme das Ticket wieder an mich und dränge durch die Schlange der ungeduldid Wartenden zur Seite. Ganz schön ratlos frage ich jemanden in der Schlange, ob er eine Erklärung dafür hat, dass bei mir das Drehkreuz seinen Dienst verweigert. „Estamos a las 8:15“ antwortet mir der Passant. Ja und? - denke ich mir - und deshalb darf ich nicht mit der Metro fahren und Du schon, oder was?

Also stelle ich mich an das Ende der Warteschlange vor dem Kassenhäuschen. Nach langer, geduldiger Warterei bin ich endlich an der Reihe und erkläre mein Problem. „Tenemos dos horas“ erfahre ich endlich und siehe da, es gibt tatsächlich unterschiedliche Tarife je nach Tageszeit, wann man mit der Metro fahren möchte.

06:30 – 7:14:59 kostet das Ticket für Erwachsene 370 pesos
07:15 – 8:59:59 kostet das Ticket für Erwachsene 460 pesos
09:00 – 17:59:59 kostet das Ticket für Erwachsene 370 pesos
18:00 – 19:29:29 kostet das Ticket für Erwachsene 460 pesos
19:30 – 22:30 kostet das Ticket für Erwachsene 370 pesos

Na, das hätte ich mal vorher wissen müssen!

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30.10.2006

Chile: Heimat der modernsten U-Bahn Südamerikas

Das chilenische Wort für U-Bahn ist METRO und es gibt sie in Chile ausschließlich in der Hauptstadt Santiago. Sie gilt als die modernste Untergrundbahn Südamerikas – und das zu Recht.

Der gute Ruf der Metro in Santiago erreichte mich bereits in Deutschland. „Du mußt unbedingt mit der Metro fahren. Die ist echt genial“, verriet mir begeistert vor der Abreise ein guter Freund. Ein Blick in die dritte aktualisierte Auflage des Chile MarcoPolo Reiseführers untermauerte diese Aussage, das Santiago „im Unterschied zu vielen anderen südamerikanischen Metropolen durch Sauberkeit und eine effiziente Metro glänzt“.

Die vielen Vorschusslorbeeren machten mich neugierig. An meinem ersten Tag bot sich bereits die Gelegenheit die Metro zu nutzen, da ich von der Station Cumming zum Plaza Egaña mußte. Von der Straße aus ist das Metrozeichen mit den eingekreisten drei roten Rauten von weitem gut sichtbar. An der Treppe, die unter die Erde führt stehen einige Passanten und ziehen die letzten Züge ihrer Zigarette bevor sie sich ebenfalls auf den Weg machen.

Die freundlichen Farben der Wände, das saubere Erscheinungsbild und die leicht zu verstehenden Metropläne fallen mir sofort ins Auge. Es ist Vormittag, ich kaufe mir ein Ticket für 370 Pesos, was umgerechnet etwa 56 Cent sind und bis die nächste Metro kommt, schaue ich mir noch ein Musikvideo an einem der vielen Bildschirme am Gleis an.

Es dauert nicht lange und da kommt sie schon und die Überraschung ist perfekt. Wie kann es sein, daß mir die Züge so vertraut vorkommen? Es ist mir sofort klar, daß hier die gleichen gummibereiften Züge unterwegs sind wie in Paris! Da ich für 1,5 Jahre in Paris lebte und die Stadt auch für seine Metro liebe fühlte ich mich hier sofort wohl.

In Santiago gibt es ingesamt fünf Linien. Eine Linie 3 fehlt, dafür gibt es aber eine Linie 4 A. Insgesamt gibt es 86 Stationen. Am 02. März 2006 wurde der neuste Streckenabschnitt zwischen den Stationen Los Presidentes und Vicuña Mackenna in Betrieb genommen. Aber der nächste neue Streckenabschnitt wird nicht lange auf sich warten lassen, weil eine Verlängerung der Linie 2 unmittelbar bevorsteht. Dann werden in nördlicher Richtung die Stationen Einstein, Dorsal, Zapadores und Vespucio Norte in das Netz einbezogen.

Da kann sich die U-Bahn in Buenos Aires eine Scheibe von abschneiden oder nicht?

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27.10.2006

Argentinien: Der Kiosk als Mitternachtstreff

Wer kennt nicht die Situation? Man sitzt zusammen mit Freunden, es ist gesellig und lustig und das Bier und der Wein schmeckt mal wieder richtig gut – bis alles ausgetrunken ist. Und dann?

In Deutschland führt in solchen Situationen der Weg automatisch zur Tankstelle. Kein anderes Geschäft hat nach 20 Uhr geöffnet. Glücklich kann sich schätzen, wer in der Nähe einer Tankstelle wohnt und schnell für flüssigen Nachschub sorgen kann, bevor die Stimmung kippt und man leider zugeben muß, zu knapp am Bier oder Wein kalkuliert zu haben.

Anders in Buenos Aires. Dort hatte ich das Gefühl, dass es in jeder Straße einen Kiosk, auf spanisch "Quiosco" gibt. Auf häufig kleinstem Raum kann man sich dort bequem mit allem wichtigen versorgen. Dazu zählt das partynotwendige eisgekühlte Bier, aber nicht selten wird auch alles mögliche vom Käse bis zu Toilettenpaier, Rasierklingen, Chips und Waschmittel verkauft.

Insider sagen, dass die Popularität eines Wohnviertels auch sehr stark von der Anzahl der Quioscos abhänge. Wenn das stimmt, dann sei jedem das Montserrat-Viertel ans Herz gelegt. Außerdem dienen die Quioscos auch als Nachbarschaftstreff. Man trifft dort immer die gleichen Menschen. Morgens den Mann mit dem Schlapphut, der sich seine Zigaretten kauft und abends kommen die Jungs aus der Nachbarschaft zusammen, um im Laden Musik zu hören.

Als „Neuer“ fiel ich den anderen schnell auf, kam ins Gespräch mit dem Ladeninhaber und den „locals“ und war fortan im Kreis „meines Quiosco“ herzlich willkommen.

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26.10.2006

Das Auslandspraktikum erfolgreich planen

Ein Praktikum im Ausland bringt viele Vorteile mit sich. Man lernt ein neues Land kennen und man baut die Fremdsprachkenntnisse aus. Aber auf welche Punkte kommt es bei einer guten Vorbereitung für ein Auslandspraktikum an?

Sehr wichtig ist es, daß man von Anfang in der Lage ist, sich mit seinem Umfeld verständigen zu können. Während man in der chinesischen Geschäftswelt Englisch spricht, wird in Südamerika außer in Brasilien auf spanisch parliert. Der Erfolg eines Auslandspraktikums steht und fällt daher mit den Fremdsprachenkenntnissen, um den inhaltlichen Anforderungen der Praktikumsanbieter gerecht zu werden. Deshalb empfiehlt es sich, vor Antritt des Auslandspraktikums einen Sprachkurs vor Ort zu besuchen.

Desweiteren muß auch die Finanzierung des Auslandspraktikums durchdacht sein. Fördermöglichkeiten für das Praktikum im Ausland werden zum Beispiel auf den folgenden Internetseiten dargestellt:

www.daad.de
www.auslandsbafoeg.de
www.bildungskredit.de

Wer diese Vorüberlegungen anstellt, hat die Möglichkeit mit einem Auslandspraktikum mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Er kann praktische Erfahrungen im Ausland sammeln, baut seine Fremdsprachenkenntnisse aus, lernt eine neue Kultur kennen und erweitert somit seinen Horizont.

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25.10.2006

Argentinien: Taxi fahren in Buenos Aires

„De donde eres?“ - „De Alemania“ - „Ah Schumacher“. So begann für mich für fast jede Taxifahrt in Buenos Aires. Nur anfangs erzählte ich, daß mein Nachname Schuhmacher ist.

Es ist 8 Uhr in Buenos Aires. Rushhour! Geschickt konnte ich gerade noch einen Businessmann davon abhalten sich am Bürgersteig in eine bessere Position zu bringen, um in das anhaltende Taxi einzusteigen. Ich habe es eilig und bitte den Taxifahrer auf dem schnellsten Weg zur angegebenen Adresse zu fahren. Mit den Gedanken ausreichenden Puffer bis zum anvisierten Termin zu haben, lasse ich mich in den ausgebeulten Rücksitz gleiten.

Der Blick des Taxfahrers in den Rückspiegel verrät mir, daß er mich gleich fragen wird woher ich denn komme. „De donde eres?“, fragt mich der Taxifahrer wie erwartet. Ich antworte ihm, daß ich aus Deutschland komme und sehe wie seine Stirn sich in Falten legt. Bestimmt bin ich an einen Fußballfanatiker geraten, der mir gleich erzählen wird in welches Tal der Tränen Deutschland Argentinien während der Fußball WM gestoßen hat oder er spricht mich wie wohl jeder Taxifahrer dieser Welt auf Michael Schumacher an. So war es dann auch.

Wir unterhalten uns also eine Weile über Michael Schumacher bis das Gespräch ein wenig abebbt, weil wir uns beide über seine hervorragenden Fähigkeiten einig sind. „Como te llamas“ will er von mir wissen. Ich antworte ihm, daß ich Dirk heiße. „Señor Dirk“ bald sind wir am Ziel ruft er von vorne. Ich hake ein und sage ihm, daß mein Vorname Dirk ist, mein Nachname aber Schuhmacher.

Verdutzt schaut er in den Rückspiegel und will wissen, ob ich Michaels Bruder bin. Nein bin ich nicht, wir haben nur den gleichen Nachnamen. Und streng genommen klingt der Nachname Michaels und meiner nur gleich, IST aber nicht gleich, weil mein Nachname mit „h“ geschrieben wird. Da ich die Frage, ob ich denn Michaels Bruder, Cousin oder sonstiger Verwandte von ihm bin, wegen fehlender äußerlicher Ähnlichkeiten für völlig abwegig halte, reagiere ich auch schon mal recht ungehalten. Dieses Mal aber nicht, denn genau in diesem Moment erreichten wir unser Ziel.

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24.10.2006

Ecuador: Erfahrungsbericht eines Teilnehmers

Wer sich für Vulkane interessiert und deshalb Geographie studiert kommt an Ecuador nicht vorbei. Einer unserer Teilnehmer arbeitet derzeit in einem ecuadorianischen Institut für Vulkanologie. Hier ein Auszug aus seinem Alltag.

"Zur Zeit bin ich im Süden des Landes. Momentan ist es zwar etwas verregnet, aber trotzdem schön! Mein Praktikum verläuft sehr spannend. Ich war am (aktiven) Vulkan Tungurahua - ihn beobachten und analysieren.

Momentan ist meine Beschäftigung die Fertigung einer geologischen Karte von früheren Ausbrüchen des Quilotoa, dessen vier letzte Eruptionen sichtbar sind, d.h. ältere sind von der Lava (bzw Asche) überlagert. Hier ist ein riesiger Spielplatz für jeden Vulkaninteressierten - kein Wunder bei über 60 (in)aktiven Vulkanen.

Kleiner Tip: man sollte sich Bergseen immer etwas genauer ansehen… ;) Viele Grüße aus dem sonnigen Süden."

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11.10.2006

10 gute Gründe für OLE

1. Schnelle und unkomplizierte Vermittlung von Praktika in
Südamerika und Shanghai
2. Flexible Planung, angepasst an die Bedürfnisse und Wünsche des
jeweiligen Teilnehmers
3. Interkulturelle Reisevorbereitung vor Antritt des Praktikumsaufenthalts
4. Gewissenhafte Betreuung durch die OLE-Mitarbeiter vor Ort
5. Abholung am Flughafen
6. Sprachkursangebote in Top-Sprachschulen
7. Wohnen in sorgfältig ausgewählten Familien und Appartments
8. Stärkung Ihrer interkulturellen Kompetenz
9. Ausbau Ihres internationales Netzwerkes
10. Vorsprung durch Kompetenz

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10.10.2006

Chile: Hohe Lebensqualität in der Hauptstadt

Wir vermitteln Ihnen ein individuell auf Sie und Ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Praktikum in der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile. Die moderne Fünf-Millionen-Einwohner-Stadt bietet allen Komfort einer mondänen Großstadt mit zahlreichen Kultur- und Freizeitangeboten, ist aber dennoch aufgrund ihrer hervorragend ausgebauten Infrastruktur vergleichsweise übersichtlich. Die inzwischen erweiterte Metro stellt viele deutsche U-Bahnen in den Schatten und bringt chilenische Einwohner und Touristen schnell von einem Ende der Stadt zum anderen.

Da etwa 90% der chilenischen Bevölkerung europäische Vorfahren haben und nach wie vor etwa 100.000 Deutschstämmige im Land leben, ist Santiago de Chile eine europäisch geprägte Stadt und deshalb ein idealer Einstieg, um im Rahmen von einem Praktikum in dieser Metropole erstmals den südamerikanischen Kontinent kennenzulernen. Zudem lädt die zentrale Lage von Santiago de Chile dazu ein, im Rahmen von Wochenendausflügen in die Umgebung die vielfältigen Landschaften Chiles kennenzulernen und sich vom Praktikumsalltag zu entspannen.

So ist es in Santiago de Chile nicht unüblich, an einem Wochenende in den Anden Skifahren zu gehen und das darauf folgende Wochenende bei Sonnenbaden an einem der zahlreichen Strände zu verbringen.

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OLE begrüßt Sie zur ersten Videoübertragung

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