Erfahrungsbericht Shanghai
Zur Zeit ist unser Teilnehmer Matthias W. in Shanghai. Wir haben für ihn das Praktikum und die Unterkunft organisiert. Hier berichtet er über seine Erlebnisse. Wenn Sie sich direkt an Matthias wenden möchten, schreiben Sie uns, damit wir Ihr Anliegen an ihn weiterleiten können.
Ankunft in Shanghai
…Irgendwie schon komisch. Jetzt bin ich also in China. Was wird mich hier wohl erwarten? Auf einmal schießen mir viele Fragen in den Kopf: Wie sind die so drauf die Chinesen? Muss ich hier Hunde, Katzen oder lebende Tiere essen? Wie wird sich das politische System auf mich auswirken? Werde ich auch wirklich abgeholt? Wie wird Wohnung, Arbeit usw. sein? Wie geht das mit der Kommunikation? Aber gut, jetzt kann ich auch nichts mehr ändern, raus aus dem Flugzeug, ab durch den Zoll (nein, ich werde nicht gleich vom chinesischen Machtapparat in die Mangel genommen, sondern erlebe den wohl sympathischsten Zollbeamten meines bisherigen Lebens), Gepäck geholt und ab zur Ankunftshallt. Dort wartet bereits Daisy auf mich, meine Betreuerin vor Ort mit einem OLE-Praktikumsbörse-Schild. Da ich ihr ein paar Tage vorher zusätzlich noch ein Foto von mir geschickt habe, klappt die „Identifikation“ problemlos. Erster Eindruck: Ich glaub die ist echt nett!
Mit dem Auto geht’s dann zur Wohnung. Rauf in den 13. Stock und hinein in die gute Stube. Wow, sieht toll aus. (Tipp, Bilder hier auf der Seite anschauen). Hier in der Wohnung ist fast alles da was man so braucht. Internet, TV, Bettwäsche, Handtücher, Waschmaschine, Mikrowelle, usw. Lediglich an Küchenausstattung ist fast nichts da. Wer hier selbst kochen möchte, was beim großen Angebot an günstigen Restaurants nicht unbedingt notwendig ist, sollte sich deshalb darauf einstellen sich das notwendigste zu besorgen.
Daisy teil mir noch schnell mit dass ich eine Putzfrau habe, die zweimal die Woche sauber macht. Zudem wäscht sie für 50 Yuan (5€) im Monat meine Kleidung. Da es nicht teuer ist und alle Angaben auf der Waschmaschine auf Chinesisch sind nehme ich das Angebot natürlich an.
Alles klar, die Ankunft hat schon mal prima geklappt!
Erster Arbeitstag.
Nachdem ich mich mit Daisy, meiner Betreuerin getroffen habe, gehen wir gemeinsam zu meiner Firma. Dort werde ich erstmal allen vorgestellt und mir wird alles gezeigt. Erster Eindruck: Nette Kollegen, denen glaub ich wirklich was daran liegt, dass ich mich wohlfühle. Sogar ein eigenes Büro hab ich. Leider funktioniert das Internet mit meinem Notebook nicht. Deswegen muss umdisponiert werden, denn man hatte geplant, dass ich anhand deren Website mit der Firma vertraut mache. Gut die Lösung des Problems war, dass es erstmal keine gab. Neben ein paar Broschüren hatte ich nicht wirklich viel, mit dem ich mich beschäftigen konnte. Aber ich dachte mir, mal nicht gleich Stress anzetteln, sondern mal abwarten. In China läuft vieles halt ein wenig anders.
Meine Kollegen und den herbeigerufenen Computertechniker bei dem Versuch zu beobachten mein Internet in Gang zu bekommen hat mich dann für alles entschädigt. Das war gleich mal das erste „Aha, ich bin in China Erlebnis“. Es hat sich nämlich schnell herausgestellt, dass es nicht an meinem Notebook sonder was am System nicht stimmt. Trotzdem wollten sie unbedingt das Problem mittels meines Notebooks lösen und nicht mit einem vorhandenen chinesischen, was das Vorhaben dann doch sehr verkompliziert hat. Um nicht gleich als deutscher Besserwisser zu gelten, habe ich versucht sie irgendwie durch die Blume darauf zu bringen, dass es doch viel einfacher wäre für das Vorhaben den anderen Laptop zu nehmen. Kurzum, sie haben mit meinem weitergemacht. Warum? Keine Ahnung! Am folgenden Tag sollte ich dann auch mit dem WWW verbunden sein.
Auch wenn ich nicht gleich am ersten Arbeitstag durchstarten konnte, war ich doch sehr froh in einer kleinen Firma mit sympathischen und teilweise sehr gut Englisch-sprechenden Kollegen gelandet zu sein.
Labels: China, Erfahrungsbericht

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