Peru: Mythos Nazca
Die Linien von Nazca zählen zu den faszinierendsten Geheimnissen unserer Zeit. Die deutsche Mathematikerin und Geographin Maria Reiche leistete bei ihrer Entschlüsselung Pionierarbeit.
Im Wüstensand an Perus südlicher Küste sind aus der Luft mythische Tierfiguren, Trapeze und Linien zu erkennen, über deren Bedeutung bis heute spekuliert wird. Einig sind sich Forscherteams aus der ganzen Welt, dass die Bodenzeichen um die Zeit von 200 v. Chr. bis 600 n. Chr. entstanden. Großen Einfluß auf die Erforschung der Nazcalinien haben bis heute die Arbeiten von Maria Reiche, die als junge Frau nach Peru kam und sich von 1946 bis zu Ihrem Tod am 06. Juni 1998 für die Erforschung, aber auch für den Erhalt der Linien im Sand einsetzte. Während Maria Reiche die Linien als Hilfsmittel für astronomische Beobachtungen interpretierte, vermuten andere Forscher, dass es sich bei den Linien um ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem handeln könnte, das den Ureinwohnern Perus dazu diente, Trockenperioden zu überleben. Da die Figuren nur aus der Luft zu sehen sind, gibt es auch vereinzelt Stimmen, die in den Symbolen Zeichen für Götter sehen.
Die meisten Bodenbilder sind als trapezförmige Plätze angelegt, von denen einige bis zu 40 Hektar groß sind. Auch hier sind die Forscher über deren Bedeutung unterschiedlicher Meinung. Manche sehen in diesen Plätzen Markierungen für die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, wenn diese zu Treffen zusammenkamen. Andere Wissenschaftler interpretieren sie als Orte religiöser Rituale.
Das Rätsel um die Linien von Nazca wird so schnell wohl nicht gelöst werden. Die immer wieder neu aufkommenden Theorien stimulierten auch die Phantasie der Bewohner Nazcas, die bezüglich der geraden Linien im Sand von Landebahnen für UFOs ausgehen.
Labels: Peru

1 Comments:
Interessanter Artikel! Spannenendes Thema
12:45 PM
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