Chile: In der Schlange anstehen
In Santiago stellt man sich für den Erwerb eines Metrotickets ordnungsgemäß am Ende der Schlange an. Am Kiosk oder an der Bushaltestelle gilt das Gleiche. Drängeln ist verpönt.
Wer zur rushhour in Santiago de Chile mal schnell ein Metroticket kaufen möchte, wird keinen Erfolg haben. Denn die Santiaguinos kaufen in der Regel nur ein Ticket pro Fahrt und nicht etwa eine Wochen- oder gar Monatskarte. Während meines Santiago-Aufenthalts im letzten Sommer stellte ich fest, dass es in den Metrostationen, aber auch in der Post und in Banken nicht eine Warteschlange vor jedem einzelnen Schalter, sondern eine zentrale Schlange für alle gibt. Auch wenn natürlich auf den ersten Blick damit die Schlange unendlich lang aussieht, kann man sich dadurch das in Deutschland bekannte nervöse Hin- und Herhüpfen zwischen den Schlangen ersparen.
Das Phänomen des Wartens und die zumindest in Deutschland sinkende Bereitschaft, auf etwas zu warten, ist auch Gegenstand eines Artikels im Handelsblatt von Tanja Kewes vom 20.12.2006 auf Seite 9.
Labels: Chile

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