Argentinien: Anspruch auf „Gute Luft“
Der Name Buenos Aires heißt wörtlich übersetzt „Gute Lüfte“. Angesichts des Verkehrs und der Autoabgase verdient die Stadt nicht immer diesen Namen.
Vor allem in den argentinischen Sommermonaten hängt über der Stadt eine dicke Smogwolke, die trotz der Nähe zum Meer nur selten wegzieht. Aus diesem Grund haben die argentinischen Wintermonate ihren ganz besonderen Reiz. Die Temperaturen liegen dann zwar tagsüber nur um die 15 Grad, aber die Stadt versprüht einen speziellen Charme, wenn trotz der Kälte die Sonne scheint und die Bewohner die sonst seltene klare Luft genießen können.
Die Stadt verdankt allerdings historisch betrachtet ihren Namen auch nicht der guten Luft, sondern der „Heiligen Jungfrau des guten Windes“. Der Stadtgründer Don Pedro de Mendoza dankte 1536 „Nuestra Señora del Buen Ayre“ dafür, dass sie ihm und seinen Begleitern günstige Winde geschickt hatte, die ihn bis ans Ufer des Río de la Plata trugen.
Wer also nach Buenos Aires reist in der Erwartung, eine Stadt mit einer besonders klaren Atmosphäre und wenig Schadstoffbelastung zu besuchen, der liegt leider falsch.
Labels: Argentinien

0 Comments:
Kommentar veröffentlichen
Links to this post:
Link erstellen
<< Home