Ecuador: Alles Banane
Ecuador ist der weltgrößte Bananen-Exporteur der Welt. Jährlich werden 4,7 Millionen Tonnen Bananen verschifft. Deutschland ist für Ecuador das zweitwichtigste Abnehmerland.
Zweieinhalb Stunden südlich von Guayaquil und 70 Kilometer nördlich der peruanischen Grenze liegt die 300.000 Einwohner Stadt Machala, die sich getrost Welthauptstadt der Banane nennen darf. In der gleichnamigen Region wird nämlich die nach dem Apfel beliebteste Frucht der Deutschen angebaut: die Banane. Oro Verde, das grüne Gold, wie dort die halbreifen Bananen genannt werden, ist nach dem Öl das zweitwichtigste Exportgut des kleinen Andenstaates. Die Rolle Ecuadors auf dem internationalen Bananenmarkt ist beachtlich. So stammt fast ein Drittel von den jährlich weltweit 15,5 Millionen gehandelten Bananen aus Ecuador.
Bis heute ist die Arbeit auf den Bananenplantage beschwerlich. Die Temperaturen liegen bei über 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit erreicht Werte um die 90 Prozent. Die Bananen werden per Hand angebaut und geerntet, und das alles im Akkordtempo. Auf diese Weise kommen die Arbeiter auf einen Monatslohn von ca. 220 US-Dollar. Bis wir die Banane in unserem deutschen Supermarkt kaufen können, legt sie noch die Strecke vom ecuadorianischen Hafen Puerto Bolívar über den Panamakanal nach Hamburg zurück. Dort wird sie nach kurzem Aufenthalt in Lagerhallen per LKW an Fruchtgroßhändler geliefert, die ihrerseits die unterschiedlichen Supermarktketten ansteuern.
Eine Frage bleibt nun noch offen: Wie lange dauert es, bis die Banane von der Staude auf dem heimischen Warentisch angeboten wird? In aller Regel spricht man hier von 22 Tagen. So lange benötigt sie auch, um noch nachzureifen und schließlich mit der unverkennbaren gelben Farbe in den deutschen Supermärkten verkauft zu werden.
Labels: Ecuador

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